Bruno Klomfar Fotografie
PORTFOLIO

Duplex House Sistrans - Hammerer Architekten
Duplex House Sistrans
Hammerer Architekten

Der Entwurf basiert auf dem von hammerer architekten entwickelten Baukonzept 
m3-haus. 3 Module mit jeweils 6 x 4 m bilden eine Geschossebene. Die Belegung der einzelnen Module ist individuell und flexibel gestaltbar.

Holzbau pur

Die Massivholzkonstruktion ist radikal. Nicht nur Wand- und Deckenkonstruktion werden vom Zimmerer in der „Rohbauphase“ errichtet, sondern auch die Treppen, Geländer bis hin zu Einbauregalen und Tischplatten. Die Holzoberflächen bleiben naturbelassen. Der Baukörper ist mit einer Wärmedämmschicht aus Zellulosedämmung umhüllt. Erd-  und Obergeschoss mit einer sägerauhen Lärchenholzschalung eingekleidet. Die Dachstudios erhalten einem „Vorhang“ aus runden horizontalen Holzprofilen. Am Tag erzeugt dies im Innenraum subtile Licht-/Schattenspiele, während in der Nacht die Aufbauten wie überdimensionale Lampions wirken.

Grundriss
Ansichten

Passivhauskonzept

Eine Heizleistung von ca. 10 W/m2 reicht dabei aus um das Gebäude warm zu halten. Abgesehen von einem Nachheizregister in der Zuluft wird auf eine konventionelle Heizung verzichtet.
Für die gute Luftqualität wird die erforderliche Frischluftmenge über einen Erdwärmetauscher auf 4 bis 10° C vorgewärmt, dann der Wärmerückgewinnung zugeführt und über die Komfortlüftung in die Räume eingebracht.
Über eine Kleinstwärmepumpe (drexel-weiss / Aerosmart L) mit einer Leistung von 2kW wird der Zuluft und dem Brauchwasser Energie zugeführt.
Für die noch allenfalls erforderliche Spitzenlastabdeckung wird ein mit Bioethanol betriebener Ofen verwendet. Ein Kamin ist bei diesem System nicht erforderlich.
Eine Photovoltaikanlage am Dach erntet den Großteil des für den Betrieb der Wärmepumpe erforderlichen Strombedarfs.
Beim Haus B liefert ergänzend zum vorhin beschriebenen Konzept eine zusätzlich im Erdreich verlegte wassergeführte Soleleitung Erdwärme an die Wärmepumpe (drexel-weiss / Aerosmart XLS), dessen Leistung auf ca. 3 kW erhöht werden kann.
Die Wärmeabgabe erfolgt zu einem Drittel über die Zuluft und zu zwei Dritteln über einen Niedertemperatur-Heizkreis. Die Heizflächen sind als lehmverputzte Wandheizflächen ausgebildet.

Text: hammerer architekten
www.hammerer.co